Bundesplatz 14
10715 Berlin
U + S-Bhf Bundesplatz (U9 - S 41,42,46)
Bus 248, N9
Tel.: 030 / 85 40 60 85
barrierefreier Zugang
Europa Cinema
Eintrittspreise:
-Erwachsene 9,-- €
-Kinder (bis 12 J.) 5,-- €
-ermäßigt 8,-- €
-Kinotag: Mittwoch 7,-- €
Keine Karten- nur Barzahlung
Wir zeigen heute,
Donnerstag, den 26.05.2022:


13:30 Bundesplatz-Kino:
Die Unbeugsamen

15:30 Bundesplatz-Kino:
Heinrich Vogeler - Aus dem Leben eines Traeumers

18:00 Bundesplatz-Kino:
Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush

20:30 Bundesplatz-Kino:
Bettina

Durch Anklicken der Filmtitel erhalten Sie detaillierte Beschreibungen zu den Filmen


Impressum

Eva-Lichtspiele

Wir zeigen in Kürze....

Ab 26. Mai:
DAS STARKE GESCHLECHT - Dokumentarfilm von Jonas Rothlaender


Jonas Rothlaender erforscht in seinem Film das gegenwärtige Verständnis männlicher Sexualität und hinterfragt Stereotype. Indem er Männer mit Geständnissen und Erfahrungsberichten anderer Männer zum Thema Sexualität und Begehren konfrontiert, fangen diese an über sich selbst nachzudenken und mit großer Offenheit von eigenen Erlebnissen, Glücksmomenten, Enttäuschungen und Vorurteilen zu erzählen. Es geht um Ansprüche an Sexualpartner*innen, Schuld, Verlangen nach Stärke und Dominanz, traditionelle und moderne Rollenbilder. Eine Reflexion darüber, was Männlichkeit heute bedeutet.



Im Juni:
BIS WIR TOT SIND ODER FREI von OLIVER RIHS

Es sind die frühen 1980er-Jahre in der Schweiz – Rebellion liegt in der Luft. Die engagierte Anwältin Barbara Hug (Marie Leuenberger) will das rückständige Justizsystem von Grund auf umkrempeln. Sie vertritt Linksautonome wie die rebellische Heike (Jella Haase) und nutzt das Gericht als ihre Bühne. Eines Tages sucht der Industriellen-Sohn und Berufskriminelle Walter Stürm (Joel Basman), gerade mal wieder aus dem Gefängnis geflohen, ihren Rat. Der charismatische Stürm widerspricht allen Regeln, lebt bedingungslosen Egoismus und gerät dabei immer wieder mit dem System aneinander. Nicht nur Heike verfällt seinem jungenhaften Charme, auch Barbara fühlt sich zu ihrem Mandanten hingezogen. Als der Ausbrecherkönig erneut im Knast landet, kommt er in Isolationshaft. Und ausgerechnet Stürm, der keiner Ideologie anhängt, wird in linken Kreisen zum Symbol für Freiheit und die Würde des Einzelnen – und zum Objekt der Begierde zweier ungleicher Frauen.


Website: https://port-prince.de

Schweiz/ Deutschland 2019
Regie: Oliver Rihs
Buch: Oliver Keidel, Norbert Maass, Ivan Madeo, Oliver Rihs, Dave Tucker
Mit Marie Leuenberger, Joel Basman, Beat Marti, Jella Haase, Banatole Taubman, Bibiana Beglau
Länge: 118 Minuten

Ab 16. Juni:
SCHMETTERLINGE IM OHR
von PASCAL ELBÉ mit PASCAL ELBE und SANDRINE KIBERLAINE

Antoine (Pascal Elbé) scheint auf nichts und niemanden zu hören: seine Schüler (die mehr Aufmerksamkeit fordern), seine Kollegen (denen seine Unkonzentriertheit nicht gefällt), seine Geliebten (die ihm mangelndes Einfühlungsvermögen vorwerfen)... Und das aus gutem Grund: Antoine ist zwar noch jung, hat aber schon viel an Gehör verloren. Seine neue Nachbarin Claire (Sandrine Kiberlain), die nach dem Verlust ihres Mannes vorübergehend bei ihrer Schwester und ihrer Tochter wohnt, träumt von Frieden und Ruhe. Kein Nachbar, der so laut ist wie Antoine, mit seiner lauten Musik und seinem Wecker, der unaufhörlich klingelt. Und doch sind Claire und Antoine wie füreinander geschaffen!



Im Juni:
DER SCHLIMMSTE MENSCH DER WELT von JOACHIM TRIER


Julie wird 30 und ihr Leben ist ein Chaos: Überwältigt von den vielen Möglichkeiten, die ihr offenstehen, kann sie sich weder beruflich noch privat festlegen und ihr älterer Freund Aksel – ein erfolgreicher Graphic Novel-Autor – drängt darauf, sich niederzulassen. Als Julie eines Nachts in eine Party platzt, lernt sie den jungen und charmanten Eivind kennen. Es dauert nicht lange, bis sie sich von Aksel trennt und sich, in der Hoffnung auf eine frische Perspektive für ihr Leben, in eine neue Beziehung stürzt.
Der dritte Film in Joachim Triers Oslo-Trilogie ist ein humorvolles Drama über die Liebe in der heutigen Zeit und darüber, wie man sich trotz unendlichen Möglichkeiten wie der schlechteste Mensch der Welt fühlen kann. Renate Reinsve gewinnt mit ihrer beeindruckenden Leistung den Preis für die beste Darstellerin beim Filmfestival Cannes 2021.

VERDENS VERSTE MENNESKE
Norwegen 2022 - Regie: Joachim Trier 108 Min.



Im Juni:
RISIKEN UND NEBENWIRKUNGEN von MICHAEL KREIHSL mit INKA FRIEDRICH und SAMUEL FINZI


Sein modernes Kammerspiel samt Beziehungstest, quasi auf Herz und Nieren, inszeniert der österreichische Regisseur Michael Kreihsl mit beißendem Witz. Erfolgreich wagt er sich an eine pointierte Paaranalyse, die sicher beim Zuschauen die eine oder andere Frage aufwirft. Die Diagnose Niereninsuffizienz stürzt ein Ehepaar und seinen Freundeskreis in eine ziemliche Krise. Denn Hauptdarsteller und Ehemann Samuel Finzi schreckt vor dem Liebesbeweis, seiner Frau eine Niere zu spenden, erst einmal zurück. Dafür will ein Freund in die Bresche springen. Und schon ist das Schlamassel perfekt. Nach dem Publikumserfolg von „Die Wunderübung“ beweist Michael Kreihsl erneut sein Gespür für die gelungene Leinwand-Adaption eines Bühnenhits.



Im Juni :
A E I O U - DAS SCHNELLE ALPHABET DER LIEBE von NICOLETTE KREBITZ mit SOPHIE ROIS
Regie: Nicolette Krebitz
mit Sophie Rois, Udo Kier, Milan Herms, Nicolas Bridet
Deutschland / Frankreich 2022

Die glanzvollen Tage als Schauspielerin sind für die 60-jährige Anna vorbei. Sie lebt allein, hat aber in ihrem Nachbarn Michel, der ebenfalls Single ist, einen Freund und Vertrauten. Widerwillig nimmt Anna einen Auftrag als Sprachcoach für den 17-jährigen Adrian an, der eine Sprachstörung hat. In dem Außenseiter erkennt sie den jungen Mann, der ihr neulich auf der Straße die Handtasche geklaut hat …
Unwiderstehlich – mit diesem Wort lässt sich die leichtfüßig und humorvoll erzählte Geschichte einer unmöglichen Liebe zwischen einem Dieb und einer Dame beschreiben. Behutsam nimmt sich Regisseurin Nicolette Krebitz des heiklen Balanceakts zwischen dem Diktat der Gesellschaft und dem des Herzens an. Ein frischer, freiheitlicher Wind durchweht den Film, der mit dem alten Westberlin flirtet, Deutschlands französische Nachbarn auf die Schippe nimmt und sogar ein Gespenst verjagt, um Raum für neue Möglichkeiten zu schaffen. Vor allem aber ist A E I O U ein leidenschaftlicher „lettre d’amour“ an Sophie Rois und mit ihr an alle brillanten Schauspieler*innen, die von einer auf neue Gesichter fixierten Branche vernachlässigt werden. Dabei zeigt sich, dass diese neuen Gesichter – hier vertreten durch Milan Herms – nicht nur zu ihren erfahreneren Kolleg*innen aufschauen, sondern sie wahrhaftig lieben. (Berlinale 2022)



Ab 14. Juli:
MEINE STUNDEN MIT LEO von SOPHIE HYDE mit EMMA THOMPSON


Nancy Stokes, eine 55-jährige Lehrerin im Ruhestand, hatte noch nie einen Orgasmus, geschweige denn befriedigenden Sex. Ihre Ehe war stabil, aber langweilig, und ihr mittlerweile verstorbener Mann war der Einzige, mit dem sie je geschlafen hat. Um das zu ändern, hat sich Nancy dazu überwunden, die Dienste von Leo Grande in Anspruch zu nehmen, einem jungen Sexarbeiter – oder „Sextherapeut“, wie er das nennt. Doch scheinbar unüberwindbare innere Hürden und Tabus machen die Sache kompliziert.
Die Australierin Sophie Hyde führte Regie bei diesem Kammerspiel, das die unterdrückte Sexualität der britischen Mittelklasse entlarvt und gnadenlos aufs Korn nimmt. Geschrieben hat es die englische Komikerin Katy Brand. Die fabelhafte Emma Thompson, einer der sympathischsten Stars ihres Landes, zeigt auf ungeheuer unterhaltsame und gleichzeitig berührende Weise, wie Nancys Panzer, geformt durch eine prüde und restriktive Erziehung, nach und nach Risse bekommt. Daryl McCormacks Leo Grande mit seiner entspannten und selbstsicheren Haltung ist der ideale Partner auf Nancys Mission, sich das Recht auf die eigene Lust zu erobern.



Ab 31. August:
DIE ZEIT, DIE WIR TEILEN (A PROPOS DE JOAN) von LAURENT LARIVIERE mit ISABELLE HUPPERT und LARS EIDINGER


Die erfolgreiche Verlegerin Joan Verra, eine unabhängige Frau, fährt im Auto durch die Regennacht, blickt in die Kamera und beginnt ihre Geschichte zu erzählen. Von Irland, dem Land ihrer ersten Liebe, nach Frankreich, wo sie den aus der Verbindung hervorgegangenen Sohn allein großzieht, spannt Joans traumähnliche Autobiografie ein Netz aus fragmentarischen Berichten und Erinnerungen an Abschied und Wiederkehr, an Schmerz, den sie anderen zufügte, und Schmerz, dem sie zu entgehen suchte. Endlich erzählt Joan, die sonst anderer Leute Geschichten verarbeitet, die eigene Geschichte, die nach der Auftaktromanze, wie die Protagonistin, an Reife gewinnt und sich von den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit löst zu einem komplexen Ineinander der Wahrnehmungs- und Zeitebenen mit nostalgischen, komischen und surrealen Tonlagen.
Isabel Huppert rechtfertigt einmal mehr den Goldenen Ehrenbären, der ihr in diesem Jahr verliehen wurde: Mit rätselvollem Mienenspiel und strengen Posen zeichnet sie ein Frauenporträt, das sich einprägt, gespiegelt in den Blicken der beiden Männer ihres Lebens: des schwer fassbaren Sohnes (Swann Arlaud) und des neurotischen Verehrers, Lebensgefährten und Schriftstellers Tim Ardenne (Lars Eidinger).