Bundesplatz 14
10715 Berlin
U + S-Bhf Bundesplatz (U9 - S 41,42,46)
Bus 248, N9
Tel.: 030 / 85 40 60 85
Europa Cinema
Eintrittspreise:
-Erwachsene 8,-- €
-Kinder (bis 12 J.) 5,-- €
-ermäßigt 7,-- €
-Kinotag: Mittwoch 6,-- €
Wir zeigen heute,
Dienstag, den 17.09.2019:


16:00 Bundesplatz-Kino:
Prelude

18:00 Bundesplatz-Kino:
Leid und Herrlichkeit

20:30 Bundesplatz-Kino:
Synonymes

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Impressum

Eva-Lichtspiele
PSYCHE UND FILM

Haerte (2015)

In Zusammenarbeit mit der C.G. Jung-Gesellschaft
 
HÄRTE
Am Dienstag 27.8. um 20.30 Uhr.

Film und Gespräch
Zu Gast: Rosa von Praunheim, Regisseur | Moderation: Edith Rosin

Eintrittspreise: 9,50 €, ermässigt 8,00 €


Regie: Rosa von Praunheim
Drehbuch: Nico Woche, Jürgen Lemke, Rosa von Praunheim
Kamera: Nicolai Zörn, Elfi Mikesch

mit Hanno Koffler, Luise Heyer, Katy Karrenbauer, Rüdiger Götze, Ilse Bendin und Andreas Marquardt.

»Härte« ist eine semidokumentarische Filmbiografie über den deutschen Kampfsportler und ehemaligen Zuhälter Andreas Marquardt. Der Film-Titel reflektiert sein Berufsleben: Zuhälter, Schutzgeldeintreiber, professioneller Karatekämpfer. Vor allem aber bezieht er sich auf Marquardts Kindheit: Im Alter von zwei Jahren übergießt ihn der Vater mit Wasser und stellt ihn bei Minusgraden auf den Balkon. Später bricht er ihm absichtlich die Hand. Als der Vater die Familie verlässt, beginnt seine Mutter, ihn zu missbrauchen. Bis weit in die Pubertät hinein zwingt sie ihn zu sexuellen Handlungen bis zum Geschlechtsverkehr. Seine Aggressionen kanalisiert Marquardt im Kampfsport. Als ihm angeboten wird, im Rotlichtmilieu zu arbeiten, gerät er in eine Welt aus Geld, Gewalt und Prostitution. Wegen Zuhälterei, Menschenhandel und Waffenbesitz zu acht Jahren Gefängnis verurteilt, beginnt Marquardt während der Haft, zusammen mit dem Psychotherapeuten Jürgen Lemke das Erlebte aufzuarbeiten. 2007 erschien ihr gemeinsames Buch, auf dem dieser Film basiert.

"In einer Mischung von Interviews und nachinszenierten Szenen aus der Autobiografie von Andreas Marquardt beschreibt Rosa von Praunheim ein Leben, das aus Demütigung und Angst in Verachtung, Selbsthass und Brutalität umschlägt. Gedreht in stilisierten Kulissen, deren Fototapeten die Atmosphäre des alten West-Berlin wieder erstehen lassen, entsteht ein erschütternder Einblick in die existenziellen Verletzungen einer Seele durch familiäre Gewalt und die verzweifelte Gegenwehr. Kann es gelingen, den Teufelskreis zu durchbrechen? Und wie geht Andreas Marquardt heute mit diesen Erfahrungen um?"
Quelle: 65. Internationale Filmfestspiele Berlin (Katalog)

Zu den Personen:
Dipl.-Psych. Edith Rosin arbeitet als Jungianische Psychoanalytikerin in eigener Praxis in Berlin