Bundesplatz 14
10715 Berlin
U + S-Bhf Bundesplatz (U9 - S 41,42,46)
Bus 248, N9
Tel.: 030 / 85 40 60 85
Europa Cinema
Eintrittspreise:
-Erwachsene 8,-- €
-Kinder (bis 12 J.) 5,-- €
-ermäßigt 7,-- €
-Kinotag: Mittwoch 6,-- €
Wir zeigen heute,
Dienstag, den 17.09.2019:


16:00 Bundesplatz-Kino:
Prelude

18:00 Bundesplatz-Kino:
Leid und Herrlichkeit

20:30 Bundesplatz-Kino:
Synonymes

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Impressum

Eva-Lichtspiele
Hommage an GISELA UHLEN - zum 100. Geburtstag

Hotel der toten Gäste (1965)

60er Jahre Krimi - am Sonntagnachmittag...!
 
Am Sonntag 16. Juni um 15.30 Uhr.

Einführung: Martin Erlenmaier


BRD / Spanien 1965)
Regie: Eberhard Itzenplitz.
Mit Joachim Fuchsberger, Karin Dor, Frank Latimore, Hans Nielsen, Wolfgang Kieling, Renate Ewert, Claus Biederstaedt, Gisela Uhlen, Gus Backus, Monika Peitsch, Elke Sommer.
Produktion: Music House (München), C.I.C.E. (Madrid), Carthago Films (Madrid). 95 Min.
35mm-Kopie von der Murnau-Stiftung.

Nach dem Goldmann-Krimi Die rote Vase von Heather Gardiner - gedreht im Stil der Edgar Wallace-Verfilmungen. Spielt in einem Hotel in San Remo, wo Gisela Uhlen als schwerreiche Plattenproduzentin Ruth Cornell eine Party gibt...

Gisela Uhlen (16.5.1919 - 16.01.2007) war siebzig Jahre lang Schauspielerin beim Theater und im Film. Ihre Laufbahn hat sich in ganz unterschiedlichen Stationen und Zeitumständen vollzogen und sehr früh begonnen - was sicherlich neben ihrem Talent auch mit Frau Uhlens starkem Willen und Selbstbewußtsein zu tun hatte.
Mit 17 bekam sie 1936 sofort eine Hauptrolle bei der UFA und wurde mit ANNEMARIE eine ihrer weiblichen Stars. Insgesamt 16 Filme hat sie bis 1945 gedreht, darunter auch einige mit deutlicher NS-Propaganda.
Gleichzeitig war sie bis Kriegsende am Berliner Schiller-Theater engagiert. Intendant Heinrich George hatte sie dorthin 1938 geholt.
1949 dreht sie ihren ersten Nachkriegsfilm EINE GROSSE LIEBE (am 26.5. im Bundesplatz-Kino), eine Art Familienunternehmen. Sie schreibt zusammen mit ihrem dritten Ehemann, dem auch als Flieger bekannten Regisseur Hans Bertram das Drehbuch, und Bertram inszeniert das Melodram. Im Film wirkt auch ihre fünfjährige Tochter Barbara Bertram-Uhlen mit. Der Film wurde allerdings ein Misserfolg.
1953 heiratet Gisela Uhlen den Schauspieler Wolfgang Kieling. Aus Ängsten um das Sorgerecht für ihre Tochter flieht die neue Familie in die DDR. In Potsdam wird 1955 ihre Tochter Susanne Uhlen geboren. Gisela Uhlen spielt danach in fünf DEFA-Kinofilmen die Hauptrolle. Mitte der 50er Jahre lernt sie den Regisseur Herbert Ballmann kennen, ihren fünften Ehemann. Mit ihm dreht sie u.a. die Leonhard Frank-Verfilmung DER PROZESS WIRD VERTAGT (am 2.6.)
Zurück in der BRD arbeitet Gisela Uhlen ab 1960 neben dem Theater vor allem fürs Fernsehen - unter einigen der namhaftesten Regisseure dieser Zeit. Ihre Präsenz im Kino der Bundesrepublik beschränkt sich - geradezu typisch für diese Zeit - weitgehend auf einige Wallace-Krimis. In dieser Art ist auch HOTEL DER TOTEN GÄSTE (am 16.6.) gedreht, in dem ebenso ihr Ex-Mann Wolfgang Kieling auftritt.
Schließlich kommt Gisela Uhlen aber auch mit dem Neuen Deutschen Film in Berührung. Rainer Werner Fassbinder engagiert sie 1976 für seine Theaterproduktion "Frauen in New York", die auch als TV-Spiel aufgezeichnet wird. 1978 spielt sie in seinem Wirtschaftswunder-Erfolgsfilm DIE EHE DER MARIA BRAUN (am 23.6.) die resolute Mutter von Hanna Schygulla - und bekommt dafür den deutschen Filmpreis Filmband in Gold als beste weibliche Nebendarstellerin.
Bis ins hohe Alter bleibt Gisela Uhlen eine vielbeschäftigte Darstellerin auf der Bühne und im Fernsehen.
Es gibt drei Bücher von ihr: Mein Glashaus - Roman eines Lebens (1978). Meine Droge ist das Leben (1993). Umarmungen und Enthüllungen - Collage eines Lebens (2002).

Sonntag, 23.6.2019 um 15.30 Uhr:
DIE EHE DER MARIA BRAUN von Rainer Werner Fassbinder.
Zu Gast: Barbara Bertram-Uhlen und Harry Baer.