Bundesplatz-Kino
10715 Berlin
U + S-Bhf Bundesplatz (U9 - S 41,42,46)
Bus 248, N9
Tel.: 030 / 85 40 60 85
Saal ist barrierefrei
Freitag, den 08.05.2026:
15:15 Bundesplatz-Kino:
Die reichste Frau der Welt (OmU)18:00 Bundesplatz-Kino:
Book of Ruth (Omd+eU)20:15 Bundesplatz-Kino:
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Eintrittspreise
- Erwachsene 10,-- €
- Ermäßigt 9,-- €
- Kinder (bis 12 J.) 6,-- €
- Kinotag (MI) 8,-- €
Cosima Filmtheater
Eva Lichtspiele
32. JFBB - Jüdisches Filmfestival Berlin Brandenburg
Mit Vorfilm. Zu Gast: der Regisseur Ron Rothschild
A Jewish Problem (Omd+eU)
Sonntag, 10. Mai, um 17.30 Uhr mit Vorfilm
Zu Gast: der Regisseur Ron Rothschild
Sonntag 10.05.
Ron Rothschild | DE 2025 | 79 min | Omd+eU | Dokumentarfilm
Originalsprache: Englisch, Deutsch, Hebräisch
Eindringliche Selbstbefragung: 80 Jahre nachdem seine Großmutter als Mädchen vor
den Nazis nach Israel floh, lässt Ron Rothschild sein Leben dort hinter sich, um in
Deutschland zu leben. Doch in den Straßen Berlins hat die politische Gegenwart seiner
Heimat eine ganz eigene Präsenz. Der Regisseur ringt mit sich: um vergangene
Entscheidungen, sein Verhältnis zur eigenen Herkunft und seiner Familiengeschichte.
Er könne sich selbst nicht vertrauen, das Richtige zu tun. Darum habe er Israel verlassen. Das erzählt der Regisseur im Voice-Over, mit dem er durch seinen Film begleitet und Einblick in seine inneren Konflikte gewährt. Etwa zu seiner Arbeit als Kameramann für die Armee, der er auf Rat seines Vaters länger angehörte, als er sich im Nachhinein wünscht. Ein Interview mit der Großmutter, gefilmt bei ihr zu Hause, befragt er auf biographische Leerstellen. Warum kommen in ihrer Erzählung von der rettenden Ankunft in Palästina keine Palästinenser vor? Beobachtende Kameraschwenks über Demos in Berlin und Neuköllner Straßenszenen setzt er mit Fotos aus dem Familienarchiv ins Verhältnis. Und immer wieder zeigt der Film Material aus Rothschilds Zeit bei der Armee, etwa bei einem Einsatz in den besetzten Gebieten, gefilmt mit seiner privaten Kamera.
Beharrlich bricht der Regisseur politische Probleme, historisch wie gegenwärtig, auf die menschliche Ebene herunter, lässt sie in Alltagsbeobachtungen plastisch werden.
Tastend sucht er mit „A Jewish Problem“ nach Verbindungslinien zwischen der Shoah und dem Leid der 1948 vertriebenen Palästinenser, zwischen den kollektiven Traumata auf beiden Seiten und den Konflikten der Gegenwart.
Text: Susanne Mohr
Vorfilm: SCENES FROM THE DIVIDE
Alison Klayman | US 2026 | 32 min | OmdU | Dokumentarfilm
Originalsprache: Englisch, Russisch
Kurz vor der Wahl Zohran Mamdanis zum Bürgermeister begleitet der Film
jüdische New Yorker durch einen Moment politischer und gesellschaftlicher
Spannung. Zwischen Brighton Beach, privaten Wohnzimmern und dem hitzigen
Straßenwahlkampf verhandeln unterschiedliche Generationen Zugehörigkeit,
politische Verantwortung und die Frage: Was bedeutet es heute in der Diaspora,
jüdisch zu sein?
Text: Julia Schneider
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