Bundesplatz-Kino

Bundesplatz 14
10715 Berlin
U + S-Bhf Bundesplatz (U9 - S 41,42,46)
Bus 248, N9
Tel.: 030 / 85 40 60 85
Saal ist barrierefrei
Wir zeigen heute,
Freitag, den 08.05.2026:


15:15 Bundesplatz-Kino:
Arrow Die reichste Frau der Welt (OmU)

18:00 Bundesplatz-Kino:
Arrow Book of Ruth (Omd+eU)

20:15 Bundesplatz-Kino:
Arrow The Soundman (Omd+eU)

Eintrittspreise

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Pfeil Eva Lichtspiele
32. JFBB - Jüdisches Filmfestival Berlin Brandenburg

The Soundman (Omd+eU)

Zu Gast: der Regisseur Frank Van Passel


Freitag, 8. Mai, um 20.15 Uhr
Zu Gast: der Regisseur Frank Van Passel

Freitag 08.05.


Frank Van Passel | BE 2025 | 120 min | Omd+eU | Spielfilm

Originalsprache: Niederländisch

Besetzung
: Wouter Hendrickx, Greet Verstraete, Koen De Bouw

Für den von Klängen besessenen Tontüftler Berre wird ein Traum wahr: Er darf als
Praktikant beim belgischen Radio anfangen und in Hörspielen für Dramatik sorgen. Doch
im Mai 1940 steht die deutsche Invasion kurz bevor. Die politische Lage und seine Liebe
zur illegal in Belgien lebenden Jüdin Elza bringen den Soundman und seine Welt der
Töne in Gefahr.


Für den verträumten Berre besteht die Welt aus Klängen. Er nimmt sie auf, sammelt sie und erzeugt sie selbst. Alltagsgeräusche von Motoren, Kaffeemühlen oder das Pochen von Fingern auf einem Tisch fachen sofort seine Fantasie an: Wonach klingt das und was könnte man damit erzählen?
Im Brüsseler Flagey-Gebäude, einer spektakulären Art-Déco-Kathedrale und 1940 die größte Radiostation der Welt, ist Berre genau am richtigen Ort. Als Praktikant in der Tonabteilung für Hörspiele blüht sein Talent auf und er muss unerwartet schnell Verantwortung übernehmen. Doch die Angst vor der deutschen Invasion schafft ein Klima des Misstrauens und die Liebe zu seiner jüdischen Kollegin Elza ist überschattet von der Gefahr, in der ihre illegal in Belgien lebende Familie schwebt. Der Film erzählt die düstere Entwicklung auf poetische Weise, ohne sie zu verharmlosen.
Prägend für die Atmosphäre ist das liebevolle Sounddesign, unter anderem mit einer improvisierten Musicalnummer und einem Gesangswettstreit à la CASABLANCA. Und in Berres großer Komposition für Elza wird der Kosmos der Töne zur Metapher für die eigentlich untrennbare Verbundenheit aller Menschen, und speziell die von Elza und Berre.

Text: Susanne Stern